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Der Projektentwickler GAIA mbH, ein Pionier für Wind- und Solarenergie, schlägt Alarm: Sollte die Bundesregierung die geplanten Änderungen beim sogenannten Referenzertrag umsetzen, könnte das das Ende vieler Windenergieprojekte in Süddeutschland bedeuten.

GAIA wird seinen Forderungskatalog „Kurs halten un volle Pann vöörut!“ kommende Woche auf der Fachmesse HUSUM WIND vorstellen. Die zentrale Forderung lautet: Der Referenzertrag darf nicht erhöht werden.

Was steckt dahinter?

Der Referenzertrag ist eine Art Vergleichswert, mit dem die Wirtschaftlichkeit von Windenergieprojekten politisch bewertet wird.

  • In Norddeutschland liefern Windräder im Schnitt rund 20 Millionen Kilowattstunden pro Jahr.

  • In Süddeutschland – also in Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz – sind es wegen schwächerer Winde, hügeliger Landschaften und kleinerer Flächen oft nur 13 Millionen Kilowattstunden.

Zusätzlich sind die Bau- und Infrastrukturkosten im Süden meist höher als an der Küste. Viele Projekte liegen daher schon jetzt knapp an der Grenze zur Wirtschaftlichkeit.

Problem: Wird der Referenzertrag – wie von Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche geplant – nach oben gesetzt, könnten plötzlich 2.300 geplante Anlagen im Süden nicht mehr umgesetzt werden.

Das hätte Folgen:

  • Hohe finanzielle Verluste: Allein für Gutachten und Genehmigungen sind bereits rund 575 Millionen Euro investiert.

  • Gefahr für Unternehmen: Zahlreiche Windenergie-Firmen im Süden könnten in die Insolvenz rutschen.

  • Arbeitsplätze in Gefahr: Hunderte Jobs stehen auf dem Spiel.

GAIA-Geschäftsführer Torsten Szielasko betont:
„Der Referenzertrag ist die zentrale Grundlage, um Windenergie im Süden wirtschaftlich zu betreiben. Wenn er steigt, sind viele Genehmigungen praktisch wertlos.“

GAIA fordert mehr Flächen und weniger Hürden

Neben dem Referenzertrag macht GAIA noch weitere Vorschläge, um die Energiewende voranzubringen:

  • Mehr Flächen ausweisen: Statt der bundespolitischen Zielvorgabe von 2 Prozent der Landesfläche sollten 8 bis 9 Prozent genutzt werden.

  • Weniger Bürokratie: Genehmigungsverfahren sollen beschleunigt und bundesweit vereinheitlicht werden.

  • Artenschutz klar regeln: Einheitliche, verbindliche Leitlinien sollen Rechtssicherheit schaffen.

  • Abstandsregeln reformieren: Strenge Vorgaben, die Projekte verhindern, sollen überarbeitet werden.

„Die Nähe zu den großen Stromverbrauchern macht die Windenergie im Süden besonders wichtig. Hier darf die Politik nicht den Stecker ziehen“, so Szielasko.

Präsentation auf der HUSUM WIND

GAIA wird den Forderungskatalog vom 16. bis 19. September auf der Messe HUSUM WIND vorstellen. Besucher:innen finden das Unternehmen am Stand 3C13 in Halle 3.
Für Pressevertreter:innen gibt es die Möglichkeit zu persönlichen Gesprächen mit Geschäftsführer Torsten Szielasko. Im Anschluss an die Messe soll der Forderungskatalog bundesweit veröffentlicht und an alle Bundestagsabgeordneten verschickt werden.

Foto: GAIA mbH

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