Wind weht nicht immer dann, wenn wir das Licht anschalten – und manchmal weht er so stark, dass mehr Strom entsteht, als wir verbrauchen können. In Reußenköge gibt es dafür nun eine moderne Lösung: Das Unternehmen Dirkshof hat gemeinsam mit dem Partner be.storaged einen gewaltigen Batteriespeicher in Betrieb genommen.
Was kann die neue Anlage?
Der Speicher fungiert wie eine riesige Powerbank für den Windpark. Mit einer Leistung von 20 Megawatt und einer Kapazität von 40 Megawattstunden kann er überschüssige Energie „zwischenparken“ und genau dann wieder abgeben, wenn die Flaute kommt oder die Nachfrage steigt.
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Platzsparend: Die Anlage steht auf einer Fläche von nur etwa 500 Quadratmetern – das ist kaum größer als ein durchschnittliches Baugrundstück.
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Direkt angebunden: Der Speicher ist unmittelbar mit dem benachbarten Windpark verknüpft, was Verluste minimiert.
Warum ist das wichtig für die Energiewende?
Für Dirk Ketelsen, Geschäftsführer von Dirkshof, ist das Projekt ein logischer Meilenstein. Er betont, dass eine echte Energiewende mehr braucht als nur Windräder: „Wir brauchen ein stabiles Gesamtsystem. Mit diesem Speicher sorgen wir dafür, dass grüne Energie genau dann verfügbar ist, wenn sie gebraucht wird, und entlasten gleichzeitig das Stromnetz.“
Starke Partner aus dem Norden
Hinter der Technik steht das Oldenburger Unternehmen be.storaged (eine Tochter des Energiekonzerns EWE). Dank modularer Bauweise konnte das Projekt schnell und termingerecht umgesetzt werden. EWE selbst sieht darin einen wichtigen Baustein seiner Klimastrategie und plant, in den nächsten Jahren über 16 Milliarden Euro in die moderne Energieversorgung zu investieren.
Zahlen, Daten, Fakten: Der Speicher im Überblick
Um die Dimensionen besser zu verstehen, hilft ein Blick auf die technischen Details:
Fazit: Mit Projekten wie in Reußenköge wird die Windkraft „planbar“. Es ist ein konkreter Schritt weg von fossilen Kraftwerken und hin zu einem intelligenten, grünen Stromnetz.
Foto: be.storaged
