Weltleitmesse bringt vom 22. bis 25. September rund 43.000 Menschen aus der Windbranche nach Hamburg – mehr als 1.600 Unternehmen zeigen neue Technologien und Lösungen für die Energiewende
Hamburg, 31. August 2026 – Windenergie ist längst mehr als ein paar Windräder auf dem Land oder weit draußen auf dem Meer. Sie soll künftig einen noch größeren Teil unserer Stromversorgung übernehmen. Doch dafür müssen Anlagen leistungsfähiger werden, Stromnetze ausgebaut und erneuerbare Energien besser gespeichert werden. Gleichzeitig stellt der Ausbau der Windkraft neue Anforderungen an Natur, Schifffahrt und Fischerei.
Welche Lösungen es dafür gibt, steht im Mittelpunkt der WindEnergy Hamburg 2026. Vom 22. bis 25. September trifft sich in Hamburg die internationale Windbranche. Erwartet werden rund 43.000 Besucherinnen und Besucher aus etwa 100 Ländern. Mehr als 1.600 Unternehmen aus rund 40 Ländern präsentieren auf dem Messegelände ihre Produkte und Technologien.
Eröffnet wird die Weltleitmesse vom Hamburger Ersten Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher. Auf sechs Bühnen diskutieren außerdem rund 300 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik über die Zukunft der Windenergie.
Mehr Windstrom – aber auch mehr Speicher
Eine der zentralen Fragen lautet: Was passiert mit dem Windstrom, wenn besonders viel Energie produziert wird?
Denn Windkraftanlagen erzeugen nicht immer gleich viel Strom. Bei starkem Wind können große Mengen Energie zur Verfügung stehen, während bei Flaute deutlich weniger produziert wird. Deshalb gewinnen Batteriespeicher und andere Speichertechnologien zunehmend an Bedeutung.
Die WindEnergy Hamburg widmet diesem Thema 2026 erstmals einen eigenen Ausstellungsbereich. In Halle A2 geht es auf der EnergyStorage Stage darum, wie Speicher sinnvoll mit Wind- und Solarparks kombiniert werden können. Ziel ist ein Energiesystem, das flexibler auf Schwankungen reagieren kann und erneuerbaren Strom möglichst effizient nutzt.
Alte Windparks bekommen ein neues Leben
Ein weiteres Thema ist das sogenannte Repowering. Dabei werden ältere Windenergieanlagen durch moderne, leistungsstärkere Modelle ersetzt.
Das Prinzip ist vergleichsweise einfach: Statt immer neue Flächen für zusätzliche Windräder zu erschließen, können bestehende Standorte mit moderner Technik deutlich mehr Strom liefern. Für die Energiewende kann Repowering deshalb eine wichtige Rolle spielen.
Auf der Messe diskutieren Branchenvertreter darüber, wie dieses Potenzial besser genutzt werden kann und welche politischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen dafür notwendig sind.
Offshore-Windkraft vor dem nächsten Wachstumsschub?
Besonders große Erwartungen liegen auf der Offshore-Windenergie. Windparks auf dem Meer können sehr große Mengen Strom liefern, weil dort häufig kräftiger und gleichmäßiger Wind weht.
Ob die Branche vor einer neuen Wachstumsphase steht, ist deshalb eine der Fragen auf der Offshore Stage in Halle B5. Dort geht es unter anderem um neue Projekte, effizientere Planung, Genehmigungsverfahren und die Kosten des Ausbaus.
Auch der deutsche Offshore-Markt steht im Mittelpunkt. Gleichzeitig richtet sich der Blick über die Landesgrenzen hinaus: Unternehmen und Fachleute aus Europa, Nordamerika und anderen Regionen beraten über die weltweiten Entwicklungsmöglichkeiten.
Windparks auf dem Meer: Ausbau trifft auf Naturschutz
Der Offshore-Ausbau bringt allerdings auch Konflikte mit sich. Das Meer ist nicht nur Standort für Windparks, sondern Lebensraum für Tiere und Grundlage für Fischerei, Schifffahrt und andere Nutzungen.
Unter dem Titel „Coexistence at Sea“ geht es deshalb um die Frage, wie verschiedene Interessen miteinander vereinbart werden können. Vertreter von Windparkbetreibern und Umweltverantwortliche diskutieren unter anderem über die Auswirkungen von Offshore-Windenergie auf marine Lebensräume.
Damit wird ein Thema angesprochen, das zunehmend auch außerhalb der Windbranche relevant ist: Wie viel Windkraft auf dem Meer ist möglich – und wie kann der Ausbau so gestaltet werden, dass andere Nutzungen und die Meeresumwelt berücksichtigt werden?
Windenergie wird zum internationalen Geschäft
Die Energiewende ist längst kein rein europäisches Projekt mehr. Im Global Markets Theatre in Halle B1 stehen deshalb die internationalen Märkte im Mittelpunkt.
Experten des Global Wind Energy Council (GWEC) diskutieren unter anderem über den notwendigen Netzausbau und die Perspektiven der Offshore-Windenergie. Im Fokus stehen außerdem die wachsenden Märkte in Asien, Afrika und Südamerika.
Für die Unternehmen der Branche eröffnen sich damit neue Geschäftsmöglichkeiten. Gleichzeitig zeigt sich, dass der weltweite Ausbau der Windenergie nicht nur von technischen Innovationen abhängt. Auch leistungsfähige Stromnetze, Investitionen, politische Rahmenbedingungen und funktionierende Lieferketten sind entscheidend.
Ohne Fachkräfte keine Energiewende
Eine weitere Herausforderung ist weniger technisch: Es fehlen Fachkräfte.
Die Windindustrie benötigt Ingenieurinnen und Ingenieure ebenso wie Techniker, Monteure, Elektroniker, IT-Spezialisten und zahlreiche weitere Berufsgruppen. Das Recruiting-Forum in Halle B3 richtet sich deshalb gezielt an Schülerinnen, Schüler, Studierende und Menschen, die sich beruflich neu orientieren möchten.
Unternehmen wie wpd, VERBUND und Deutsche Windtechnik stellen dort Karriere- und Ausbildungsmöglichkeiten vor. Für junge Menschen bietet die Messe damit nicht nur einen Blick auf neue Technologien, sondern auch auf mögliche berufliche Perspektiven in einer wachsenden Branche.
Innovationen in kurzen Präsentationen
Wer sich für konkrete technische Neuerungen interessiert, findet in der Speakers’ Corner in Halle A3 ein kompaktes Programm. Unternehmen stellen dort unter anderem Entwicklungen aus den Bereichen Anlagentechnik und Digitalisierung vor.
Anschließend bleibt Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Verschiedene Networking-Formate sollen Besucher, Unternehmen und Fachleute miteinander ins Gespräch bringen – darunter das bereits etablierte „Wine o’clock“.
Mehr als 83.000 Quadratmeter für die Windenergie
Die Dimensionen der WindEnergy Hamburg zeigen, wie stark sich die Branche inzwischen entwickelt hat. Auf mehr als 83.000 Quadratmetern präsentieren Hersteller und Zulieferer die gesamte Wertschöpfungskette der Onshore- und Offshore-Windenergie.
Neu ist 2026 der eigene Bereich Energy Storage in Halle A2 mit rund 3.600 Quadratmetern. Ergänzt wird die Ausstellung durch ein kostenlos zugängliches Konferenzprogramm mit mehr als 300 Sprecherinnen und Sprechern.
Für Besucher geht es damit nicht nur um neue Windräder. Die Messe zeigt vielmehr, wie aus Windenergie ein immer stärker vernetztes Energiesystem entstehen soll – mit leistungsfähigeren Anlagen, Speichern, Stromnetzen und digitalen Technologien.
WindEnergy Hamburg 2026 im Überblick
Termin: 22. bis 25. September 2026
Ort: Hamburg Messe und Congress
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Donnerstag: 10:00 bis 18:00 Uhr
Freitag: 10:00 bis 16:00 Uhr
Der Zugang ist über die Eingänge Messeplatz, St. Petersburger Straße, Karolinenstraße und Lagerstraße möglich.
Wer sein Besucherticket online kauft, kann damit auch den Hamburger Nahverkehr für die An- und Abreise nutzen.
Für die Vorbereitung und Vernetzung steht außerdem die digitale Plattform WindEnergy Hamburg Connect als Desktop-Version und mobile App zur Verfügung.
Die WindEnergy Hamburg versteht sich als internationale Weltleitmesse für die Windenergie. Die Veranstaltung bringt Unternehmen, Fachleute, Investoren und politische Entscheidungsträger zusammen und soll zeigen, welche Technologien und Konzepte den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien ermöglichen können.
Wenn du möchtest, kann ich daraus auch noch eine etwas pointiertere Magazin-Version mit stärkerem journalistischem Einstieg und mehr Bezug zu den Auswirkungen auf Strompreise, Versorgungssicherheit und Verbraucher machen.
Viele weitere Informationen auf der Homepage
Foto: © Hamburg Messe und Congress / Romanus Fuhrmann