FOTO: KI-erzeugt mit Gemini – Symbolbild entspricht nicht der eigentlichen Planungen

Mit 3.551.944,00 Euro unterstützt das Land Schleswig-Holstein die Entsorgungsbetriebe Lübeck (EBL) bei der Planung und Errichtung eines Elektrolyseurs zur Erzeugung von klimaneutralem Wasserstoff.

Energiewendeminister Tobias Goldschmidt: „Grünem Wasserstoff gehört die Zukunft, denn er ist klimaneutral und kann uns dabei helfen unsere Abhängigkeiten nach fossilen Energiequellen endlich hinter uns zu lassen.“
Die neue Anlage wird im Rahmen des Projekts „H2ANSE – Wasserstoff aus dem echten Norden“ auf dem Gelände der Entsorgungsbetriebe errichtet und soll zukünftig eine Schwerlast-Tankstelle mit erneuerbarem Wasserstoff versorgen. Energiewendeminister Tobias Goldschmidt überreichte heute den entsprechenden Förderbescheid an EBL-Direktor Mathias Mucha.
„Grünem Wasserstoff gehört die Zukunft, denn er ist klimaneutral und kann uns dabei helfen unsere Abhängigkeiten nach fossilen Energiequellen endlich hinter uns zu lassen. Durch das Projekt H2ANSE wird bald regional erzeugter grüner Wasserstoff direkt vor Ort als klimaneutraler Energieträger zur Verfügung gestellt“, sagte Goldschmidt. „Damit leisten die Entsorgungsbetriebe Lübeck einen wichtigen Beitrag zum Aufbau einer nachhaltigen Wasserstoff-Wirtschaft in Schleswig-Holstein und zum Fortschritt der Energiewende.“
Der geplante PEM-Elektrolyseur (Protonen-Austausch-Membran) spaltet Wasser mit Hilfe von Strom in hochreinen Wasserstoff und Sauerstoff. Der emissionsfrei produzierte Wasserstoff wird dann über eine Tankstelle dem Schwerlast- und Fernverkehr zugänglich gemacht. Mit einer prognostizierten Kapazität von bis zu 100.000 Kilogramm grünem Wasserstoff pro Jahr könnten im Verkehrssektor so bis zu 1.000 Tonnen CO2-Emissionen eingespart werden.
Zusätzlich fallen beim Betrieb des Elektrolyseurs jährlich bis zu 1.100 MWh Abwärme an, die zur Beheizung von Biogasanlagen genutzt werden soll. Auch der im Laufe des Elektrolyseprozesses abgespaltene Sauerstoff bleibt im System: Diesen wollen die Entsorgungsbetriebe zur Effizienzsteigerung in ihrer benachbarten Mechanisch-Biologischen-Abfallbehandlungsanlage (MBA) einsetzen.
Den benötigten Strom für den Betrieb des H2ANSE-Elektrolyseurs soll eine bereits projektierte Photovoltaikanlage liefern, die über eine Leistung von sieben MWp verfügt („Megawatt-Peak“ bezeichnet den maximalen Ertrag unter perfekten Bedingungen). Die Anlage wird auf der benachbarten Abfalldeponie Niemark installiert und betrieben.
„Die Entsorgungsbetriebe Lübeck sind echte Vorreiter, wenn es um den intelligenten Umgang mit Ressourcen und um effizienten Klimaschutz geht“, sagte WTSH-Geschäftsführerin Ulrike Wielatt. „Durch zahlreiche Projekte hat sich das Unternehmen wertvolle Wasserstoffexpertise angeeignet und setzt jetzt mit H2ANSE einen wichtigen Impuls für die gesamte Region.“
Informationen zum geförderten Unternehmen:

Als lokales Entsorgungsunternehmen und Umweltdienstleister unterhalten die EBL eine umfangreiche technische Infrastruktur, zu der neben Klärwerken und Abfallbehandlungsanlagen auch verschiedene Energieerzeugungsanlagen zählen. Das Unternehmen implementiert regelmäßig neue, nachhaltige Technologien, die gesellschaftlichen Nutzen versprechen. So betreibt es bereits ein Wasserstofffahrzeug, eine E-Kehrmaschine und diverse E-Abfallsammelfahrzeuge. Darüber hinaus ist die Anschaffung von bis zu zehn Abfallsammelfahrzeugen mit Brennstoffzellenantrieb in Planung.

Verantwortlich für den Pressetext: Ute Leinigen | WTSH-Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH

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