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Grafik: Strom-Report.com

Seit dem Beginn des Iran-Krieg Ende Februar müssen Neukunden in Deutschland wieder mehr für Strom bezahlen. Der durchschnittliche Preis der günstigsten verfügbaren Tarife ist innerhalb von vier Wochen spürbar gestiegen.

Nach einer Auswertung von Strom-Report kletterte der bundesweite Durchschnittspreis von 24,9 auf 26,7 Cent pro Kilowattstunde. Das entspricht einem Plus von 1,8 Cent je Kilowattstunde oder rund 7,2 Prozent (Stand: 16. März 2026).

Deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern

Besonders stark fiel der Preisanstieg in Bremen aus. Dort verteuerten sich die günstigsten Stromtarife für Neukunden um mehr als 14 Prozent.

Auch in mehreren anderen Bundesländern zogen die Preise deutlich an:

  • Sachsen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Saarland: jeweils rund 10 Prozent mehr

  • Hamburg: +5,5 Prozent

  • Berlin: +5,6 Prozent

  • Baden-Württemberg: +5,7 Prozent

Damit zeigt sich: Je nach Region fällt der Anstieg unterschiedlich stark aus.

Gründe: Höhere Preise an der Energiebörse

Auslöser für die steigenden Strompreise sind vor allem die Entwicklungen auf den internationalen Energiemärkten. Der Konflikt im Nahen Osten und die Blockade der wichtigen Schifffahrtsroute Straße von Hormus haben die Preise für Gas und Strom in Europa deutlich nach oben getrieben.

An der Energiebörse European Energy Exchange (EEX) stiegen die Großhandelspreise zeitweise deutlich:

  • Gaspreis: bis zu 59 Euro pro Megawattstunderund 64 Prozent mehr als im Januar und Februar

  • Strompreis: bis zu 140 Euro pro Megawattstundeetwa 36 Prozent über dem vorherigen Durchschnitt

Auswirkungen für Verbraucher

Obwohl sich die Großhandelspreise zuletzt wieder etwas beruhigt haben, zeigen die aktuellen Neukundentarife, wie schnell internationale Krisen auch die Strompreise für Haushalte in Deutschland beeinflussen können.

Für Verbraucher bedeutet das: Wer derzeit einen neuen Stromvertrag abschließt, muss meist spürbar höhere Preise einkalkulieren als noch vor wenigen Wochen.

Strom-Report.com

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